Der Assistenzhund


Der Hund ist seit Jahrtausenden ein treuer Begleiter des Menschen. Hunde unterscheiden sich nicht nur durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Rassen, sondern auch in den Aufgaben, die sie erfüllen. Der sogenannte Gebrauchshund findet seinen Einsatz zum Beispiel bei Katastrophen, im Polizeidienst, oder bei Such- und Rettungsarbeiten nach Lawinenunglücken. Zudem gibt es die Gruppe der Haushunde bzw. Familienhunde und seit jüngster Zeit speziell ausgebildete Hunde, die Menschen in unterschiedlichster Art und Weise helfen.


Assistenzhund

In dem Bereich „Hunde helfen Menschen“ unterscheidet man zwischen einem Assistenzhund und dem Therapiehund.

Ein Assistenzhund ist ein Hund, der ganz bestimmte Aufgaben für Menschen mit körperlicher Behinderung übernimmt und ihm somit hilft, seinen Alltag zu bewältigen. Dazu gehören zum Beispiel Blindenführhunde, Behinderten-Begleithunde, Hunde für gehörlose Menschen und so genannte Epilepsiehunde. Ein Behinderten-Begleithund wird für körperbehinderte Menschen ausgebildet. Er hilft dem Menschen in seinem Alltag durch spezielle Aufgaben, die dieser nicht alleine bewältigen kann. Zum Beispiel:

• Gegenstände auf Zuruf bringen
• Türen, Schubladen, Schränke öffnen/schließen
• Hilfe holen
• beim Ausziehen helfen
• im Haushalt helfen (z. B. Waschmaschine ein-/ausräumen)



Der Assistenzhund ist aber weit mehr als nur ein Helfer für praktische Aufgaben. Als sozialer Mittler fördert er die Integration von Menschen mit körperlicher Behinderung in die Gesellschaft. Über den Hund fällt es viel leichter, Kontakt aufzunehmen. Rollstuhlfahrern gibt er Sicherheit, während er „Fußgängern“ hilft, ihre Hemmschwelle Menschen mit körperlicher Behinderung gegenüber zu überwinden und auf sie zuzugehen. Darüber hinaus trägt er zur Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins bei. Er vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden. So wie der Mensch sich auf die Hilfe des Hundes stützt, benötigt auch der Hund Zuwendung und Versorgung durch seinen Menschen. Durch seine praktischen Funktionen und sozial-emotionalen Komponenten verhilft der Assistenzhund benachteiligten Menschen zu mehr Unabhängigkeit von Dritten. Damit trägt er bei gleichzeitiger Verringerung der Pflege-, Heil- und Therapiekosten zur Steigerung der Lebensqualität eines Menschen mit körperlicher Behinderung bei.

Diese Hunde dürfen weder andere noch ihren Menschen gefährden. Auch dürfen sie Tieren oder Menschen gegenüber kein aggressives Verhalten zeigen.

Die Assistenzhunde von VITA sind nach sehr hohen Qualitätsstandards ausgebildet, die sich zum einen aus dem Konzept von VITA ergeben und zum anderen aus den Leit- und Richtlinien des Dachverbandes Assistance Dogs Europe (ADEu).