Der Therapiehund

 

Ein Assistenzhund ist gleichzeitig auch ein Therapiehund. Der Unterschied liegt darin, dass der Assistenzhund im Gegensatz zum Therapiehund noch ganz bestimmte Aufgaben für seinen Menschen übernimmt.

Der Therapiehund kann sehr erfolgreich zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Beispielsweise kann er Menschen helfen, die durch negative Erfahrungen nahezu jeden menschlichen Kontakt vermeiden. Durch seine reine Anwesenheit übernimmt der Hund die Funktion des Eisbrechers. Der Mensch gewinnt über den Hund langsam wieder Vertrauen zu seiner Umwelt. Die zwischenmenschliche Kommunikation läuft zunächst über den Hund und sehr behutsam öffnet sich der Mensch schließlich auch wieder anderen Menschen. In den angelsächsischen Ländern hat diese Form der Therapie insbesondere bei Kindern und älteren Menschen bereits eine lange Tradition.



Hunde und ihre Wirkung auf den Menschen

Physiologische Wirkungen:
• Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems; Blutdruck und Herzfrequenz sinken,
• die Muskulatur entspannt sich,
• das Schmerzempfinden verringert sich (durch Freisetzen von Endorphinen – so genannten Glückshormonen),
• Motorik, Koordination und sensomotorische Wahrnehmung werden gefördert,
• ebenso der Stressabbau (verminderte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol),
• Aktivität und Bewegung in der Natur verbessern Körpergefühl und Befindlichkeit

Mentale und psychologische Wirkungen:
• Hunde fördern das emotionale Wohlbefinden,
• ... das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein,
• ... die Sensibilität für eigene Ressourcen und
• ... die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen;
• ... sie reduzieren Stress, beruhigen und entspannen,
• ... stiften Sinn und Halt im Leben,
• ... und sind eine Stütze in Krisensituationen.

Soziale Wirkungen:
• Hunde wirken als sozialer Katalysator und Eisbrecher,
• sie erleichtern Kontakt „nach draußen“ und holen den Menschen aus seiner Einsamkeit und Isolation.